Korsika 2025
Tag 1
Dienstag, 29. April 2025

Herzogenbuchsee – Sternenstrasse 3
Abfahrt um 10 Uhr. Ohne Morgenessen in Richtung Luzern und ohne Stau durch den Gotthard. Zwischenhalt mit Picnic in der Raststรคtte Bellinzona.
Weiterfahrt via Luino (It) dem Lago Maggiore entlang bis zum Parkplatz bei der Einsiedelei “Santa Caterina del Sasso” sรผdlich von Reno.

Santa Caterina del Sasso
Dienstag, 29. April 2025. Wir besuchten bei schรถnstem Wetter und 21 Grad das Eremitenkloster, welches wie ein Schwalbennest in eine Felswand, hoch รผber dem Langensee, gebaut ist. Die ersten Bauten des Klosters stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Freskenmalereien der Klosterkirche sind mehrmals bis ins 19. Jahrhundert รผbermalt worden.
Hier gibt es Interessantes zum und รผber das Kloster zu lesen:
Wir รผbernachten gleich hier auf dem Parkplatz hoch รผber dem Kloster.



Tag 2
Mittwoch, 30. April 2025

Weingut “La Trava” in Mango (Piemont)
Nach Asti noch ein Stรผck Richtung Alba, dann hinauf in die Piemonteser Weinberge. Beim Weingut “La Trava” kรถnnen wir auf dem Stellplatz รผbernachten. Nicht billig, 15 Euro und Kauf von 6 Flaschen Wein, aber schรถner Platz mit der besten Aussicht auf die Weinberge, Strom, Wasser und Abwasser, alles vorhanden. Beissen wir halt in den sauren Apfel und kaufen die sechs Flaschen Wein!




Tag 3
Donnerstag, 1. Mai 2025

Camping Dolce Vita – Nรคhe Savona
Berg auf, Berg ab, รผber scheinbar unendliche Hรผgel des Piemont. Zuerst durch Weinberge so weit das Auge reicht. Am Horizont immer die verschneiten Alpen zwischen Frankreich und Italien. Dann plรถtzlich lรถsen Haselnussplantagen die Reben ab. Wieder kaum endlose Hรผgel, alles mit Haselnussbรคumen. Je sรผdlicher wir kamen, desto enger und kurviger wurden die Strassen. Noch eine Passhรถhe und dann ein herrlicher Blick auf das Meer.
Geplant war, auf einem kleinen Campingplatz oder auf einem Stellplatz die Nacht zu verbringen. Was wir aber gar nicht in Rechnung hatten war die Tatsache, dass in Italien der 1. Mai ein Feiertag ist und dass hier fรผr vier Tage blau gemacht wird. Blechlawinen, volle Strรคnde, null Parkplรคtze und vor allem, alle Camping- und Stellplรคtze รผberfรผllt. Jeder Quadratmeter Boden wurde irgendwie als Parkflรคche benutzt. auch wenn es dadurch den Verkehr behinderte. Das stรถrt hier niemand.
Nach mehreren Anfahrten zu potentiellen รbernachtungsmรถglichkeiten schickte uns eine Campingplatzangestellte zurรผck in die Berge zu einem kleinen Platz der uns vielleicht noch helfen kรถnne. Siehe da, nach einer kriminellen Fahrt durch engste Strassen und Dรถrfchen kamen wir bei besagtem Platz an und erwischten noch den zweitletzten Platz. Es war auch hรถchste Zeit, denn Catherine stand kurz vor einer Herzbaracke, wegen der kriminellen Strassen. Nun gรถnnen wir uns im Ristorante des Platzes eine Pizza, bevor wir die letzte Nacht auf dem Festland verbringen werden.
Tag 4
Freitag, 2. Mai 2025

Anfahrt zur Fรคhre in Savona
Der Campingwart erlaubte uns noch bis am Nachmittag zu bleiben. Das bedeutete einen gemรผtlichen Tag unter den schattigen Bรคumen zu verbringen. Zu lesen, zu schlafen, zu stricken etc.
Um vier Uhr wagten wir uns in den Trouble der Stadt. In der Nรคhe des Fรคhrhafens befindet sich ein Einkaufszentrum mit einigermassen grossen Parkplรคtzen. Es war nicht mehr so viel los wie am Vortag. Platz gefunden, Kรผhlschrank aufgefรผllt, sechs Flaschen Wasser (!) in den “Keller” gestellt und schon ging es zur Fรคhre. Es fiel uns auf, dass aussergewรถhnlich viele Motorradfahrer auf die Fรคhre fuhren. Natรผrlich, Korsika ist ja das “Land” der 10000 Kurven. Neben doch recht vielen Autos sind erstaunlicherweise wenige Camper unterwegs. Ebenfalls auffรคllig, viele Schweizer Nummern an den Fahrzeugen.
Wir beschlossen, auf der Fรคhre ins Restaurant zu gehen und genossen dort ein Dreigangmenรผ bevor die Kabine aufgesucht wurde. Wir mussten ja schon um 5 Uhr in der Frรผh aus den Federn.



Tag 5
Samstag, 3. Mai 2025

Fรคhrรผberfahrt
Nach einer ruhigen Nacht, kaum Motorengerรคusch, null Wellengang, schrillte der Handywecker um 5 Uhr. Das war gut, denn so verpassten wir den herrlichen Sonnenaufgang nicht. In der Ferne war die Isola Capraia und sogar die Insel Elba zu sehen.
Es reichte noch gerade fรผr einen Kaffe und um 6.30 Uhr legte das Schiff bereits in Bastia an. Raus aus dem Schiffsbauch und bereits hoch in die Berge westwรคrts.







Einen “Zmorgehalt” mit toller Aussicht auf die Gegend von Bastia und auf das Meer, bevor nach wenigen Kilometern schon der erste Shoppinghalt erfolgte. Im Atelier von Julien Truchon in Patrimonio kauften wir uns die obligaten handgefertigten Keramiktassen. Von jeder Reise werden wenn mรถglich zwei Tassen als Souvenir mitgebracht. Diesmal sind es gar vier mit einer grossen Untertasse.
Nur noch eine kurze Fahrt bis St. Florant um dort im Camping Acqua-Dolce, direkt am Meer fรผr voraussichtlich zwei Nรคchte Halt zu machen. Es sind nur wenige Leute hier, denn der Camping ist erst seit zwei Tagen offen.






Tag 6
Sonntag, 4. Mai 2025

Saint Florent
Ausgiebig ausgeschlafen bis uns die warme Sonne (gegen 10 Uhr) aufweckte. Ein Morgenessen mit Ei, es ist ja schliesslich Sonntag, half uns den Tag in Angriff zu nehmen.
Nach dem Mittag rafften wir uns auf, um zu Fuss nach Saint Florent zu laufen. Immerhin eine gute halbe Stunde vom Campingplatz aus. Im Stรคdtchen schlenderten wir dem grossen Segel- und Motorschiffhafen entlang, durch die engen Gassen der Altstadt hinauf zur Zitadelle wo man einem fantastischen Ausblick auf das Meer, auf die umliegenden Berge und auf die Stadt geniessen kann.
Bevor es wieder in Richtung Camping ging, gรถnnten wir uns in einem Bistro am Ufer ein Wasser und ein Bier und kauften dann noch etwas Brot fรผr den kommenden Tag ein.
Der Spaziergang zurรผck wurde zu einem “Spiessrutenlauf”, immer auf der Suche nach Schatten. Es war doch schon ziemlich warm fรผr diese Jahreszeit. Auf alle Fรคlle waren wir froh, als wir beim Camper ankamen und dann sofort eine Dusche nehmen konnten.
Schon bald war “Znachtzeit” und mir wurde ein herrliches Spaghetti Pesto serviert.






Tag 7
Montag, 5. Mai 2025

Zwangspause auf dem Camping
Dummerweise meldete sich schlagartig mein Rรผckenleiden zurรผck. Sofort wurde mit der รผblichen Medikamentation dagegen angekรคmpft. Irfen, Dafalgan, dazu Voltaren forte Salbe. Ich hoffe, dass ich mich bald wieder bewegen kann, denn herum liegen kann ich auch zuhause. Und fรผr Catherine ist es auch nicht lustig, einen unbeweglichen und stรถhnenden Patienten zu versorgen.
Tag 8
Dienstag, 6. Mai 2025

Weiter Zwangspause
Nichts zu berichten, ausser, dass wir weiterhin, wegen meinem blรถden Rรผcken noch auf dem selben Camping bleiben. Ich kann mich immer noch kaum bewegen. Zum Glรผck bin ich nicht alleine unterwegs. Das wรคre so kaum mรถglich. Ich mache weiter meine Medikamententherapie und hoffe, dass wir doch noch mal etwas von Korsika sehen kรถnnen, sprich bald mal etwas weiter reisen kรถnnen.
Catherine hat hingegen viel zu tun. Sie macht alles fรผr mich, sogar Apfel schneiden oder Kaffee machen. Daneben ist sie beschรคftigt. Sie liest, zeichnet, schreibt, hรคkelt Vorhรคnge und bereitet das Essen zu. Sogar die WC-Kassette hat sie geleert, was ja eigentlich schon meine Aufgabe wรคre.
Von einem Abendspaziergang hat sie noch ein paar schรถne Fรถteli mitgebracht.



Tag 9
Mittwoch, 7. Mai 2025
Zwangspause Nr 3
Ausser Spesen nichts (Neues) gewesen.
Tag 10
Donnerstag, 8. Mai 2025

Zwangspause Nr 4
Erneut auf Besserung hoffend bleiben wir erneut auf diesem Camping.
Heute morgen sind wir ganz alleine auf dem Platz. Die einzigen Begleiter sind, eine Blaumeise die sich fliegend vor dem Rรผckspiegel selber anschaut, ein Tรผrkentaubenpรคrchen welches ununterbrochen der “Gros-Mue-Ter” ruft, einer Gruppe Spatzen die auf dem Campingtisch nach “Brรถsmeli” vom Morgenessen sucht, und einem Paar Stieglitze die im Gras vor dem Camper nach Samen suchen. Es ist also trotzdem einiges los hier.
Am Nachmittag kam dann der Eine oder Andere Camper, aber viel los ist hier nicht mehr.
Tag 11
Freitag, 9. Mai 2025

Endlich kanns weiter gehen
Nachdem Catherine den ganzen Campingkrempel alleine zusammen gerรคumt hat und die Schulden beim Campingwart beglichen wurden, wagten wir uns eine, wenn auch kurze Route unter die Rรคder zu nehmen. 1. Ziel war das Stรคdtchen L’รฎle-Rousse wo wir u.A. eine berรผhmte Leckerei versuchen wollten. Eine Art Makaronen aus “Maroni”-Mehl hergestellt. Die besten gรคbe es hier in einer speziellen kleinen Bรคckerei im Zentrum der Altstadt. Leider keine Chance, einen Parkplatz zu finden. Also entschieden wir, das zweite Ziel ins Navi einzugeben.
Nur ein paar Kilometer im Hinterland, also wieder in den Bergen liegt eines der schรถnsten Dรถrfer (laut unserem bewรคhrten Reisefรผhrer vom Velbinger-Verlag). Nach einigen Serpentinen und erneut immer enger werdenden Strassen trafen wir in Pigna ein. Sogar einen Parkplatz haben wir ergattert. Das Dorf hat etwa 100 Einwohner, liegt auf einer Hรผgelspitze und ist bekannt wegen eines jรคhrlich stattfindendes Musikfestival. Zudem gibt es ein kleines Musikinstrumentenmuseum, ein Musikzentrum wo regelmรคssig treffen und Konzerte stattfinden, mehrere kleine Bistros und einige Handwerkerlรคdeli, vor allem Tรถpfereien. Dann ist die Aussicht auf das umliegende Hรผgelland und auf das Meer grandios.
In einem lustigen kleinen Restaurant mit toller Aussicht liessen wir uns mit korsischer Wurst und einem Amber-Kastanienbier verwรถhnen bevor wir noch das kleine Museum besuchten. Wir waren die einzigen Gรคste im Museum und der Museumsbetreuerin war es scheinbar so langweilig, dass sie uns einige Instrument vorspielte und vieles รผber die korsiche Musik berichtete. Eigentlich wรคre gerade am Abend im Musikzentrum ein Konzert mit einer korsischen Gruppe, aber da man auf der Insel nicht frei Campen darf, also wir nicht im Dorf รผbernachten kรถnnen, fuhren wir zurรผck an den Strand und peilten den zuvor ausgewรคhlten Campingplatz in Algajola an. Der Platz wurde von vielen gerรผhmt, ist recht gรผnstig, liegt nahe am Dorf und am Strand, hat daneben ein Einkaufszentrum und liegt gรผnstig an “unserer” Route. Aber, wie so oft, wenn ich etwas aussuche ist es geschlossen. So auch hier. Dann wurde halt noch eingekauft und in einen nicht weit entfernten versteckten Campingplatz in Corbara beendeten wir unsere heutige Tour bei Tomaten-Feta-Oliven-Salat und Fisch mit Reis.









Tag 12
Samstag, 10. Mai 2025

Aregno
Gegen Mittag, gemรผtliche Fahrt in das bergige Hinterland bis nach Aregno. Das Bergdorf klebt fรถrmlich an den Felsen. Die Strecke zwar kurz, aber wie gewรถhlich hier, Kurve an Kurve und eigentlich nur einspurig, obwohl es oft einen Mittelstreifen hat.

Montegrosso
Weiterfahrt รผber einen kleinen Pass (ohne Mittelstreifen!) mit dem Namen “Col de Salvi”. Da herrliche Ausblicke auf den Golf von Aregno und auf die andere Seite auf den Golf von Calvi.




Calvi – Camping La Clรฉ des Champs
Eigentlich wollte ich von Montegrosso noch via Calenzana nach Calvi. Doch verpasste ich die Abzweigung und so fuhren wir direckt via Saint-Antoine nach Calvi auf einen kleinen Campingplatz ganz in der Nรคhe des Strandes und der Stadt Calvi.
Nach dem Einzirkeln durch die Bรคume in einen der engen Plรคtze gab es erstmal ein korsisches dunkles Bier das u.a. mit Kastaniemehl hergestellt wird. Es รคhnelt unserem Amber-Bier, ist aber weniger bitter und hat eine Honig-Caramel-Note. Fรผr mich als Nichtbiertrinker sehr gut.
Da wir uns ganz in der Nรคhe von diversen Restaurants befinden, gรถnnten wir uns eine Einkehr. Es gab ein korsisches Menรผ und Fisch, dazu, trotz meinen Medikamenten, erstmals wieder ein Glas Weisswein, natรผrlich korsischen.
Noch ein paar Schritte an den Strand, ein paar Fotos vom Meer, der Stadt und der z.T. noch schneebedeckten Berge mit einem fast vollen Mond.
Ich hoffe, dass ich morgen wieder etwas besser gehen kann, dann werden wir natรผrlich die Stadt besichtigen.






Tag 13
Sonntag, 11. Mai 2025

Calvi – Zitadelle
Heute wagten wir einen etwas lรคngeren Spaziergang. Hinunter zum Strand, dem ganzen Strand entlang bis zum Hafen von Calvi und dann sogar hinauf auf die Zitadelle. Dort hat man einen grandiosen Ausblick in alle Richtungen. Beim Zurรผcklaufen durch die Gassen mit den vielen “Lรคdeli” und Restaurants, kauften wir uns zwei Sonnenschutzhรผte die nicht bei jedem Lรผftchen weggeweht werden. Interessanterweise klappte es trotz meinem Rรผckenleiden recht gut, vor allem wenn es bergauf ging, also hinauf auf die Burg. Aber runter musste ich ja auch noch und da war ich dann froh, dass Catherine mir eine Stรผtze war. Das Wetter war sehr angenehm schรถn und warm. Trotz Sonntag hatte es nicht sehr viele Touristen. Wir konnten uns aber gut vorstellen, wie das hier im Hochsommer aussehen wird. Wieder “zuhause” im Camper angelangt, gรถnnte ich mir wieder so ein Kastanienbier. Zum “Znacht” gibt es Salat und Hackplรคtzli, besser bekannt unter dem Namen “Hamburger”.










Tag 14
Montag, 12. Mai 2025

Porto
Die Fahrt nach Porto war erneut spektakulรคr. Alles wunderschรถne Ausblicke auf Berge und Meer. Oft natรผrlich wieder sehr enge Strassen und selbstverstรคndlich wie รผberall, Kurve an Kurve. Zum Glรผck wird es meiner Beifahrerin nicht dauernd schlecht.
Erst gegen Mittag “zmรถrgeleten” wir ausgiebig. Die Meeresluft macht scheinbar mรผde. Wir kรถnnen meist bis weit in den Morgen hinein schlafen. Nachdem wieder mal die Bรผroarbeiten erledigt wurde, Julian schickt uns per Mail die Post und leider auch immer wieder Rechnungen die zu bezahlen sind, machten wir uns auf um per Pedes nach Porto zu spazieren. Runter ging es sehr gut. Es waren knapp 4 Kilometer bis zum Hafen und immer ging es “nidsi”. Ich schaute schon nach, ob es dann zurรผck ein Taxi gรคbe.
Am Abend wollte ich Catherine in ein schรถnes und gutes Restaurant einladen. Eine schรถne Terrasse direckt รผber dem Wasser und scheinbar ein Spitzenkoch. Aber wie so oft wenn ich etwas aussuche, war der Laden zu, obschon auf dessen Webseite stand, dass am Montag ab 17 Uhr offen sei. Kurzerhand meinte Catherine, dann lade sie mich ein uns suchte ein Restaurant das ebenfalls sehr gut war und auch eine schรถne Terrasse hatte, wo wir in der Abendsonne ein korsisches Menรผ bestellten. Die Kellner waren sehr aufmerksam und freundlich. Im Menรผ war alles inbegriffen. Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Wein, Kaffee und einen Schnapps aus Myrthe, alles fรผr 30 Euro.
Aber eben, zurรผck mussten wir auch noch und das mit vollem Magen. Aber wir schafften es auch zurรผck auf den Campingplatz. Warum musste ich bloss ganz zuoberst und ganz zuhinterst parkieren!!!!












Tag 15
Dienstag, 13. Mai 2025

Calcatoggio
Wir entschieden, heute weiter Richtung Sรผden zu fahren, und zwar รผber die Kรผstenstrecke die ja meist hoch รผber dem Meer an den Hรคngen der Berge durchschlรคngelt. Schon ein paar Kilometer nach Porto fiel uns auf, dass es aussergewรถhnlich viel Verkehr auf den engen Bergstrassen hat. Der Grund war die spektakulรคre Felslandschaft mit dem roten Gestein. Von einem Moment auf den anderen รคnderte die Landschaft von Fels zu Wald. Da musste man vor allem auf die Kรผhe aufpassen die so รคhnlich wie in Lappland die Rentiere einfach so auf den Strassen stehen.
Nun wurde es allmรคhlich flacher, die Strassen breiter, die Dรถrfer grรถsser, die Menschen zahlreicher.
Der angesteuerte Campingplatz ist direkt am Meer, hat einen schรถnen Sandstrand und vor allem hat fast jeder Stellplatz ein eigenes, mit Schilf รผberdachtes Plรคtzchen. Der Platzwart fรผhrte uns mit seinem Elektrowagen durch den ganzen Platz und zeigte uns alle freien Plรคtze, da konnten wir auswรคhlen.
Nach Spaghetti-Gorgonzola mit Salat konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand beobachten.















Tag 16
Mittwoch, 14. Mai 2025

Ajaccio
Heute spielen wir echte Touris und fahren mit dem Camper in die Hauptstadt. Am Hafen peilte ich einen Parkplatz an, der keine Hรถhenbegrenzung hatte. Zwar war ein Schild da, welches das Parken von Camper untersagte. Das habe ich schlicht รผbersehen, nicht zuletzt, da es genรผgend Plรคtze hatte und erst noch kostenlos war.
Weil wir ja noch unsere 10’000 Schritte machen mussten, liefen wir gute 2 Kilometer dem Hafen entlang bis ins Zentrum. Dort, und nun kommt die Touri-Geschichte, stiegen wir in einen Bimmelzug der uns durch die Innenstadt fuhr. Es waren fast ausschliesslich deutsche Touristen die direkt vom gegenรผberliegenden Kreuzfahrtschiff kamen, auf dem Fahrzeug. Die AIDAcosna, eines der grรถssten Schiffe der Welt lag mitten in der Stadt am Hafen. 6600 Passagiere und 1500 Besatzungsmitglieder fasst der 337 Meter lange Kahn. Also mehr als Herzogenbuchsee Einwohner hat!
Die sogenannte Stadtrundfahrt war jetzt nicht gerade das Gelbe vom Ei. Auch die Stadt ist jetzt nicht Paris. Einige berรผhmte Gebรคude wegen Napoleon Bonaparte. Denn der wurde hier geboren. Das wars dann schon.
Es fehlten uns immer noch 5000 Schritte, also marschierten wir auch wieder zum Camper und fuhren zurรผck zu unserem schรถnen Campingplatz “A Marina” am Meer in Clacatoggio.












Tag 17
Donnerstag, 15. Mai 2025

Heute Ruhetag
Bei schรถnstem Wetter und 23 Grad bleiben wir auf “unserem” Strandcamping. Der Platz hat sich geleert und wir beschlossen, heute noch hier zu bleiben und dann morgen fรผr einmal etwas frรผher “die Zelte abzubrechen” und ins Landesinnere nach Corte zu fahren. Aber heute wollen wir “eine ruhigere Kugel schieben”.
Am Abend trieb es uns noch ins Dรถrfchen. Ich hatte Lust auf eine Pizza und das gibt es nun in Korsika an jeder Ecke. Leider mussten wir einen รผber 2 Kilometer langen Umweg machen, obschon das Dorf nur 200 Meter Luftlinie vom Campinplatz entfernt liegt. Das heisst, mann kรถnnte รผber den Strand gehen, mรผsste aber durch einen kleinen Fluss laufen. In einem kleinen Restaurant gab es dann eine Pizza und im Anschluss wagten wir uns eben รผber den Strand, durch das Flรผsschen zurรผck. Statt eine halbe Stunde hatten wir nur gerade 5 Minuten, mussten aber halt die Schuhe und Socken ausziehen um durch das Wasser zu gehen.



Tag 18
Freitag, 16. Mai 2025

Corte
Eigentlich wollten wir frรผh aus den Federn um vor dem Mittag in Corte zu sein. Es wurde halt wieder nach 10 Uhr bis wir das Meer verliessen und ins Landesinnere durch den “Parc naturel rรฉgional de Corse” bis nach Corte fuhren. Nachdem wir auf dem voraus eingeplanten Camping, direkt am Eingang der Altstadt von Corte parkten, gab es endlich etwas zu essen. Es war auch nรถtig, denn danach stiegen wir durch eine lange und steile Felsentreppe hinauf in die Zitadelle. Ein schรถner aber sehr sehr sehr steiler Weg. Zum Glรผck hatte es oft Eisengelรคnder wo man sich hochziehen konnte. Es war kurz vor Anseilpflicht! Wir wurden aber mit einer Aussicht in die Berge und auf die Stadt belohnt. Im unteren Teil der Zitadelle befindet sich ein interessantes Museum zur Geschichte und Kultur von Korsika. Mit dem Handy konnte man durch das Museum gehen und sich alles auf Deutsch erklรคren lassen.
Ein Rundgang durch das Gelรคnde der Burg beschloss den Museumsgang. Ein paar Schritte und wir standen mitten in der Altstadt wo ziemlich was los war. In einem kleinen Bistro entschieden wir erstmals auf unserer Tour, eine Glace zu bestellen. Man spรผrte, dass wir in einer Studentenstadt sind. Die Bistros waren alle voller junger Leute. Fรผr einmal waren die Touristen in der Minderzahl.
รbrigens liegt der Campingplatz direkt an einem Bergbach mit einem kleinen Badestrand. Wahrscheinlich hat es deshalb so viele Mรผcken. Wir haben zum Glรผck unser PowerMรผckenStopper von der letzten Skandinavienreise dabei. Die Viecher hatten bei uns keine Chance.



























Tag 19
Samstag, 17. Mai 2025

Corte (zum Zweiten)
Da am Samstag, mit Ausnahme einer Stadt, kaum was zu beichtigen ist, blieben wir noch in Corte. Alles zu dem wir heute fรคhig waren, ist ein Spaziergang durch die Altstadt um umsere Lebensmittelvorrรคte aufstocken zu kรถnnen. Wir fanden einen kleinen “Spar-Laden”. Da gab es zwar wenig aber genรผgend und vor allem das Wichtigste (Vin Blanc Culombu von Montegrossu, Fromage Fermier de Brebis, Korsischen Schafskรคse aus Corte und Lonzo, eine korsische Trockenwurst aus Schweinefilet hergestellt).
Nach einem ruhigen Nachmittag, mit Ausnahme des Hundegebells auf dem Campingplatz, gab es Kartoffel und Fisch, natรผrlich dazu den korsischen Wein. Ich werde extrem verwรถhnt.
Tag 20
Sonntag, 18. Mai 2025

San-Nicolao
Schon “frรผh” um 10 Uhr fuhren wir in Corte in Richtung Osten weg. Ziel, ein gemรผtliches Plรคtzchen, wenn mรถglich direkt am Meer. Denn das ist im Moment (Vorsaison) noch mรถglich. An der Ostkรผste gibt es unzรคhlige Campingplรคtze. Die meisten sind relativ gross. Aber bald merkten wir, dass viele noch geschlossen sind, obwohl es auf den jeweiligen Webseiten nicht ersichtlich war. Das war im Landesinnern nicht der Fall. Bevor wir einen Platz gefunden haben, kauften wir uns noch ein paar Lebensmittel und vor allem einen Bettรผberzug. Den habe ich nรคmlich am Anfang der Reise bei meinem “Rรผckenleidenzwangsaufenthalt” (welch ein Wort) zerrissen.
Wegen den Einkรคufen, die hier auch am Sonntag รผberall mรถglich sind, kamen wir kurz nach Mittag auf einem der ausgesuchten Campingplรคtze an. Obschon es mit Abstand der grรถsste Platz ist auf den wir zugesteuert sind, war bis um 14 Uhr keine Zufahrt mรถglich. Auf dem Internet sah es aus, als kรคmen wir in einen 4-Stern-Campingplatz. Punkt 14 Uhr รถffnete die Tรผre und wir konnten uns anmelden. Das war ein ziemliches Prozedere.
- In der Rezeption sassen 4 Damen. Es war aber nichts los. Geschรคtzte 90% des Platzes waren leer.
- Auf einem Plan zeichnete eine Dame alle frei gegebenen Plรคtze ein und auf unsere Frage hin gab sie auch noch die entsprechenden Preise bekannt. 50 Euro fรผr einen Platz pro Nacht! Das war uns dann doch zu teuer, zudem haben sie natรผrlich nur die beiden teuersten Platzkategorien offen. Anscheinen spรผrte die Dame, dass wir weiter gehen wรผrden. Plรถtzlich korrigierte sie den Preis auf 31 und 33 Euro je nach Grรถsse des Platzes.
- Dann wurde uns der Plan in die Hรคnde gedrรผckt, mit der Aufforderung, einen freien Platz zu suchen. Natรผrlich zu Fuss. Das Auto musste noch draussen bleiben. Und da der Platz so gross war, waren wir schon mal gut 20 Minuten unterwegs.
- Zurรผck in der Rezeption erwรคhnten wir die Nummer des ausgesuchten Platzes. Nun kostet er plรถtzlich 41 Euro! Und als ich dann mit dem Handy bezahlte, verlangte Sie noch 50 Euro Depot! Und das dann mit Karte oder bar, nicht mit Handy! Depot? Fรผr was? Fรผr den Kรผhlschrank!?!?!?!
Auf jedem dieser Plรคtze hat es einen Kรผhlschrank. Aber ohne Strom! Voller Dreck und Schnecken. Den klaut bestimmt keiner.
Was positiv zu Buche schlรคgt, ist der herrliche Platz, respektive die tolle Aussicht direkt aufs Meer und der gedeckte Sitzplatz vor dem Wagen mit Tisch und Bank. Bei diesen Preisen werden wir wahrscheinlich nur eine Nacht bleiben. Bisher bezahlten wir so zwischen 15 und 25 Euro pro Platz und konnten รผberall einfach auf einen freien Platz fahren und am Ende bezahlte man was man gebraucht hat. Wir werden es morgen sehen.
รbrigens, es gibt doch noch einen positiven Punkt. Am Abend bin ich noch ins campingeigene Hallenbad schwimmen gegangen. Recht angenehm, warm und sauber. Dort gab es noch Fitnessgerรคte die ich dann links liegen liess.






Tag 21
Montag, 19. Mai 2025




Venaco – Camping farm Peridundellu
Bevor der Bericht von heute Montag folgt, kann ich es nicht lassen, รผber den Campingplatz von letzter Nacht weiter zu lรคstern.
Natรผrlich verlangte Catherine vor der Wegfahrt die 50 Euro Depot fรผr den Kรผhlschrank zurรผck. Nach langem Hin und Her, verlangte die Dame, – รผbrigens sind vier neue Damen hinter dem Tresen -, sie solle mitkommen um nachzusehen, ob der Kรผhlschrank noch dort sei, (wir hรคtten ihn ja klauen kรถnnen). Und wie ich gestern schon schrieb, ist der Weg zum Platz und zurรผck etwa 20 Minuten. Catherine weigerte sich mit zu gehen und blieb im Bรผro und wartete und wartete und wartete!
Gut, auch das ist eine Seite von Korsikas Ostkรผsten-Touristen-Behandlung. Aber meist ist es genau umgekehrt. Alles sehr freundliche und hilfsbereite Menschen und alles unkompliziert.
Dann ging es endlich los, wieder Richtung Berge. Ein kleiner Besuch der grรถssten Barockkirche Korsikas. Trotz Hinweis im Netz, dass die Kirche bis 20 Uhr offen sei, war sie natรผrlich geschlossen. Kurz vorher machten wir noch einen kleinen Abstecher zu einer Farm die korsische รคtherische รle herstellt. Ein kleines Flรคschen Teebaum-รl musste natรผrlich mit, inklusive einem Duftstein mit korsischem Emblem.
Dann die Bergstrasse Richtung Sรผden ins Landesinnere, Strasse natรผrlich wegen Bauarbeiten geschlossen. Wenn ich sage, natรผrlich, dann bezieht sich das auf meine Auswahlen. Ich habe scheinbar die Gabe, รผberall dort hin zu gehen, wo geschlossen ist.
Also zurรผck auf die Kรผsten(schnell)strasse. Es scheint, dass die Korsen, wenn sie denn mal kรถnnen, voll auf die Tube drรผcken. Ich fahre so schnell wie man darf und es wird munter รผberholt. Sicherheitslinien, auch doppelte, kennen die einheimischn Fahrer nicht. Das sagt รผbrigens auch unser Reisefรผhrer. Das sei so quasi die Korsische Autobahn. Es ist aber nur eine etwas breitere normale Strasse aber halt mal ohne viele Kurven.
Dann der zweite Versuch, via Querstrasse wieder ins Landesinnere zu kommen. Auf einem Parkplatz nahmen wir unser “Zmorge” ein bevor wir etwas spรคter (endlich) bei einem Winzer in eine Degustation reinstรผrzten. รber France Passion, “meinem” franzรถsischen Camperverein dem ich seit Jahren angehรถre, lernte ich das Weingut “Clos Canereccia oder kurz “CC” kennen.
Sehr guter Wein aber auch recht teuer. Dafรผr kรถnnte man gratis bei ihm auf dem Hof รผbernachten, was wir dann aber nicht machten, denn wir wollten in die Berge wo es ruhigere Plรคtze gibt.
Die ersten ausgewรคhlten Plรคtze waren geschlossen, dann entdeckten wir von der Strasse aus einen wirklich hรผbschen Platz der in keinem App und auf keinem Map eingetragen ist. Auf dem suchten wir uns ein lauschiges Plรคtzchen, wieder mit Tisch und Bank daneben, mit Aussicht ins Tal und in die Berge. Hier geniessen wir die Ruhe.
Nicht mal kochen musste Catherine, denn der รคusserst freundliche Campingwart bot ein Menรผ zum Mitnehmen an. Cannelloni mit Broccoli und ein Mousse au Chocolat. Beides war sehr fein.






Tag 22
Dienstag, 20. Mai 2025

Natur geniessen
Der wohl schรถnste Campingplatz auf dem wir bisher auf unserer Tour รผbernachtet haben, hat uns noch nicht gehen lassen. Wir blieben hier, genossen das “Zmorge-Baguette” bei schรถnster Aussicht und beschlossen, anschliessend einen kleinen Spaziergang durch die Wรคlder zu machen. Aus dem Spaziergang wurde eine kleine Wanderung รผber Stock und Stein. Steil runter ins Tal zum Fluss und zur “Pont de Noceta”. Unterwegs liefen wir durch einen dichten Wald, an Schafweiden vorbei, durch Wiesen bis zur Brรผcke. Es waren gute 100 Meter Hรถhenunterschied. Runter ging ja noch aber wir mussten ja auch wieder hinauf. Das war dann eine andere Nummer.
Nach einigen Pausen schafften wir es zurรผck zum Camping. Selten war eine Dusche so erfrischend wie nach diesem Aufstieg. Nun wird ausgeruht! Ob wir heute wieder die Kochkรผnste des Campingwartes in Anspruch nehmen wollen, wissen wir noch nicht. Wir werden sehen.
Wir wollen, denn wir/ich kann nicht auf das Angebot Sanglier (Wildschwein-Ragout) mit Pates (Rigatoni) und zum Dessert Tiramisu verzichten. Erst recht nicht, wenn exzellent gekocht wird (und nur 12 Euro kostet).


















Tag 23
Mittwoch, 21. Mai 2025

Arbellara – Camping ferme La Riviere
Fรผr uns sehr frรผh (8 Uhr) sind wir aus den Federn gestiegen. Denn es lag eine lรคngere Tour vor uns. Beim Bezahlen des Campingplatzes und den ganzen Konsumationen (2 Nรคchte, 2 Personen, 1 Campingfahrzeug, 4 Menรผs mit Dessert und 2 Pietra Ambrรฉe, alles fรผr 82 Euro! Wir fragen uns, wie รผberleben die hier in den Bergen wenn alles so gรผnstig ist?) gab uns der Campingwart noch Tipps, wo wir durchfahren sollen und vor allem wo es gute und gรผnstige Produkte zu kaufen gibt. Er empfahl uns in Vezzani, einem der nรคchsten Dรถrfer die Charcuterie Artisanale von Paul Fanti zu besuchen. Als wir dort ankamen war da kein Laden, nur ein Haus mit einer Granitplatte mit der Anschrift “La Vezzanaise”. Wir wussten nicht recht, ob man nur einfach mal an einer Hausglocke lรคuten soll. Eigentlich hรคtte ich gerne noch einen Lonzo (gerรคuchertes Schweinefilet von halbwilden Schweinen die sich auch durch Kastanien ernรคhren) gekauft und das gibt es hier sicher. Schon wollten wir wegfahren, als sich die Haustรผre รถffnete und eine รคltere Dame heraus kam. Catherine fragte ob wir hier richtig seien. Sie lud uns ein in die Kellerrรคume zu kommen um dort einen Lonzo auszulesen. Wir staunten nicht schlecht, wie hier die Wรผrste gerรคuchert werden. Ich entschied mich fรผr eine Trockenwurst und eben einen Lonzo.
Anschliessend fuhren wir ca. 4 Stunden fรผr 130 Kilometer sรผdwรคrts durch Bergtรคler, รผber Pรคsse, durch fast verlassene Dรถrfer, erneut mit 1000 Kurven und engen Strassen. Geschรคtzt alle halbe Stunde kommt einem ein Fahrzeug entgegen. Wunderschรถne Aussichten, viele verschiedene Landschaftsarten, oft durch grosse Kastanienwรคlder, dann wieder an Felder und Hรคnge voller gelber Besenginster vorbei, tiefe Schluchten, Wasserfรคlle, ein Stausee, alles kommt vor. Im Reisefรผhrer steht, dass diese Gegend kaum von Touristen besucht wird. Das spรผrten wir, waren aber auch froh, denn zum Teil waren die Strassen zum Kreuzen nicht geeignet.
Von den unzรคhligen Kurven hatte Catherine langsam genug und so steuerten wir einen Bauernhofcamping an. Es ist einfach ein mehr oder weniger flaches Gelรคnde mit einigen Bรคumen. Auch einige Tiere waren zu Gegend. Ein Pferd, ein Maultier, ein Geisslein das kurz bei uns im Camper reinschaute und dann unter dem Camper am Schatten ausruhte, eine schar Hรผhner, mehrere Hunde und plรถtzlich sogar eine ganze Herde Schafe. Es schien, als seien es Herdenschutzhunde welche nun die Herde zurรผck zum Hof bringen mรผssen.
Es gibt auch ein Restaurant im Hof, aber wir werden heute wieder einmal im Camper essen.















Tag 24
Donnerstag, 22. Mai 2025

Olmeto – Camping chez Antoine
Nachdem wir beim Bezahlen des Campingplatzes noch den hausgemachten Kรคse ausprobieren mussten, ihren Honig und frische Eier einpacken liessen, das Baguette unter den Arm klemmten, fuhren wir los nach Filitosa.
Hier konnten wir uns um 8000 Jahre zurรผck versetzen. Im XII. Jahrtausend v. Chr. wanderten die ersten Menschen in Korsika ein. Sie hausten vor allem in Felshรถhlen, lebten von der Jagd, vom Fischfang und von Beeren. Einige der teilweise behauenen Felsen wurden hier gefunden. Zudem gibt es die ersten Steinhauerarbeiten, sogenannte Menhire, die um 1300 v. Chr. erstellt wurden. Neben den zum Teil aufgestellten behauenen Felsen sind erste “Bauwerke”, Steinbehausungen und Grรคber zu besichtigen. In einem kleinen Museum werden Funde ausgestellt und beschrieben. Im Sommer scheint es hier total รผberfรผllt zu sein, denn es sei der Touristenort der in Korsika am drittmeisten besucht werde. Heute hatte es nur sehr wenige Leute auf dem Gelรคnde.
Anschliessend fuhren wir ans Meer. Am Golf von Alinco, in der Nรคhe von Propriano, fand ich einen Campingplatz der sehr gerรผhmt wird, gรผnstig, fast alles neu und direkt am Meer. Ein sehr schรถner Strand steht fรผr die Campinggรคste zur Verfรผgung. Da es heute aber relativ kalt ist, kann man niemand am Strand antreffen. Das gibt die Gelegenheit, einmal einen Strand ohne Menschen zu fotografieren.











Tag 25
Freitag, 23. Mai 2025

Porto-Vecchio – Camping Arutoli
Ohne Morgenessen Richtung Sรผden bis nach Bonifacio. Es war immer schwierig, in den grรถsseren Dรถrfern, hier sagen sie Stรคdte, einen Parkplatz fรผr รผberhohe Fahrzeuge, sprich Camper zu finden. An den Kรผsten sind meist alle Plรคtze besetzt und zudem immer Hรถhenbeschrรคnkt. Aber hier in Bonifacio habe ich etwas ausserhalb des Hafens einen Platz gefunden und mit dem Navi angesteuert. Es hatte wunderbar Platz, war aber mit 10 Euro, egal wie lange man bleibt, fรผr Kurzparker etwas teuer.
Wir marschierten dann in das Stรคdtchen, wo wir in einem Restaurant endlich etwas zu futtern bekamen, bevor wir hoch hinauf zur Zitadelle keuchten, um die herrliche Aussicht auf das Meer, die Kreidefelsen, den Golf von Bonifacio und hinรผber bis zur Insel Sardinien geniessen zu kรถnnen.
Am Nachmittag fuhren wir dann nach Ponte-Vecchio zu einem Camping etwas abgelegen am Meer. Leider hatte es da wieder viele Hunde die frei herumtobten. Das gefiel uns gar nicht, obschon der Campingplatz beim Camping-Clup “france-passion” dabei ist und wir deshalb hier hรคtten gratis รผbernachten kรถnnen. Wir fuhren dann weiter zu einem Platz ganz in der Nรคhe von Porto-Vecchio, mit der Absicht, vor der รberfahrt ans Festland vom kommenden Sonntag, vielleicht noch die Stadt besichtigen zu kรถnnen und einen gemรผtlichen letzten Tag auf Korsika zu geniessen. Hier kann ich auch noch schwimmen gehen, der Platz hat ein schรถnes Schwimmbad das offen ist und von kaum jemandem besucht wird. (Ist wohl das Wasser zu kalt?)












Tag 26
Samstag, 24. Mai 2025


Camping Arutoli zum Zweiten
Ein Tag zum Faulenzen. Zuerst schรถnster Sonnenschein. Ich freute mich schon auf ein Bad in dem schรถnen und leeren Schwimmbad, Dann Regen und kรผhler und das Schwimmen wurde immer weiter verschoben bis die Lust zum Schwimmen sich gรคnzlich verabschiedet hat. Also ging ich wenigsten in eine Dusche auf dem Campingplatz, leider, denn die war ebenso kalt wie das Schwimmbadwasser. Nun, auf alle Fรคlle haben wir uns prรคchtig ausgeruht. Da kamen zwei Mails von Julian, womit er uns mitteilte, dass wir dann nach der Rรผckkehr beide Fahrzeuge, das kleine Opeli und den Camper zur MFK bringen mรผssen. Sofort habe ich die Prรผfungstermine auf der Webseite des Verkehrsprรผfungszentrums so weit wie mรถglich hinausgeschoben.
Tag 27
Sonntag, 25. Mai 2025

Porto-Vecchio
Nach dem “Faulenzertag” fuhren wir an den Hafen in Porto-Veccio und spazierten dann in das Zentrum des Stรคdtchens. Wie so oft in Korsika liegt die Altstadt zuoberst auf einem Hรผgel. Es musste also zuerst noch “gearbeitet” werden. Endlich oben angelangt, standen wir mitten in einem Markt wo vor allem korsische Spezialitรคten verkauft wurden. Natรผrlich alle die Wurst- und Fleichwaren, die vielen Schafs- und Ziegenkรคsesorten, Brote und Gebรคcke in allen Varianten. Wir kauften etwas Brot und zwei Guiche, assen diese unter einem schattigen Baum bevor wir dann wieder zum Hafen liefen, dort unser “Zmorge” einnahmen und auf die Fรคhre warteten. Ziemlich genau um 13 Uhr fuhr das Schiff ein. Wir wunderten uns, ob es dem Personal gelingen wird, alle Autos aus und ein zu laden, alles in einer Stunde. Wir waren die ersten am Quai, aber die letzen auf dem Schiff. Das heisst, wir sind die ersten die ausfahren kรถnnen, da wir direkt vor dem Ausfahrtor stehen.
Eine schรถne Fahrt bei bestem Wetter fuhr der Kahn rund um die Sรผdspitze Korsikas, an Bonifacio und deren vorgelagerten Kreidefelsen vorbei in Richtung Nord bis nach Ajaccio. Wir wussten nicht, dass die Fรคhre noch einen Zwischenstopp machen musste. Um sieben Uhr gingen wir in eines der Restaurants um das letzte korsische Menรผ zu bestellen. Wรคhrend dem Nachtessen konnten wir einen super Sonnenuntergang รผber dem Meer bei Ajaccio geniessen.
Es war eine ruhige Nacht in einer recht guten Kabine. Einziger Wermutstropfen, die Schweizer Eishockey-Nati verlor ihr Finalspiel gegen die USA. Schade.





















Tag 28
Montag, 26. Mai 2025

Sanary-sur-Mer
Perfekt zum Sonnenaufgang mussten wir aus den Federn. Schon konnte man aus dem Fenster Toulon sehen. Die Ankunft war eine Stunde frรผher als geplant. Das hiess, schnell machen. Einen Kaffee und schon mussten wir auf das Autodeck im 3. Geschoss, denn wir waren ja die Vordersten und wenn wir nicht rausfahren mรผssen alle andern warten. Es ging alles sehr zackig und schon fuhren wir mitten durch Toulon. Ziel, ein Einkaufszentrum um uns wieder etwas mit Nahrungsmittel einzudecken. Dann assen wir unser “Zmorge” direkt auf dem riesen Parkplatz beim Einkaufszentrum unter einem schattenspendenden Baum.
Wir haben mit einem befreundeten Ehepaar auf einem Campingplatz in Sanary-sur-Mer abgemacht. Ron und Heidi sind fรผr ein paar Tage in der Gegend und weil wir gerade am selben Tag und fast am selben Ort wieder Festland betraten, beschlossen wir, zwei Tage gemeinsam auf dem selben Platz zu verbringen. Nach einem korsischen Bierchen, einem korsischen Schafskรคse als Apรฉro, grillierte Ron Wรผrstchen aus der Gegend und natรผrlich kรถpften wir eine Flasche korsischen Rotwein. Ein gemรผtlicher Abend vor unseren Campingfahrzeugen.
Tag 29
Dienstag, 27. Mai 2025


Sanary-sur-Mer zum Zweiten
Nach ausgiebigem Ausschlafen erkundeten wir die Gegend um den Campingplatz. Hier hat Heidi frรผher bei Verwandten oft ihre Ferien verbracht und sie zeigte uns das Haus und den Strand. Der Spaziergang war fรผr mich dann fast etwas zu streng. Irgendwie machte heute mein Rรผcken wieder mal Probleme. Am Nachmittag habe ich mich dann hingelegt, damit ich am Abend wieder etwas fitter war, denn Ron und Heidi wollten mit uns in ein Restaurant welches wegen ihren Crรชpes und Galettes bekannt ist.
Um 17 Uhr fuhren wir mit unserem Camper nach Le Castellet. Einem schรถnen รrtchen auf einem Hรผgel im Hinterland von Sanary. Viele “Lรคdeli”, Restaurants, Vinnarys und eine alte Kirche waren zu bestaunen. Dann ging es in das besagte Crรชpes-Restaurant. Eine riesige Karte, so รคhnlich wie in Pizzerias, seitenweise verschiedene Belรคge zur Auswahl. Dann natรผrlich zuerst salzige, also Galettes, dann sรผsse, Crรชpes und fรผr die ganz verrรผckten noch eine Glace. Ich hatte schon nach der ersten mehr als genug. Es war ein gemรผtlicher Abend der dann um 22 Uhr im Camping Mogador zu Ende ging.












Tag 30
Mittwoch, 28. Mai 2025

Esparron-de-Verdon – Campingplatz “Le Soleil”
Schon 8.30 Uhr klingelte Catherines Wecker. Die Damen wollten so frรผh wie mรถglich an den grossen Markt in Sanary der immer am Sonntag und am Mittwoch stattfindet. Wir fuhren dann mit unserem Camper in die Stadt, denn wir mussten den Camping sowieso verlassen. Ab heute waren alle Plรคtze reserviert. Trotz Markt hatte ich Glรผck und fand ziemlich Nahe des Marktes einen Parkplatz. Interessanterweise war der, im Gegensatz zu allen anderen am Meer, sehr billig.
Dann ab ins Getรผmmel. Ich habe schon viele Dorfmรคrkte erlebt, auch in Frankreich, aber diese Grรถsse dann doch nicht. Laut Google Map ist der Markt 850 Meter lang und zum Teil bis 50 Meter breit. Zu kaufen gibt es alles. Natรผrlich Meeresgetier in allen Varianten, Frรผchte, Gemรผse, Wurstwaren, Tapenaden, Oliven, Weine und Spirituosen, Kรคse, Brot und Gebรคck, Honig und Konfitรผren, Kleider, Spielwaren, Messer, Geschirr, Stoffe, Wolle, Matrazzen und und und…. Es hรถrte nicht auf mit Stรคnden. Schon bald wurden die Beine schwer und wir steuerten eines der vielen Restaurants an um endlich einen ersten Kaffee und ein Croissant zu bestellen. Dann ging es weiter, schliesslich mussten wir auch wieder zum Fahrzeug zurรผck. Vorher wollten wir, Catherine und ich, uns noch die Altstadt von Sanary besichtigen. Das ist ein rechtes Labyrinth. Unzรคhlige schmale Gรคsschen mit ebenso vielen “Lรคdelis”. Wir hatten schnell genug vom Gedrรคnge und kehrten zum Camper zurรผck, natรผrlich nicht ohne ein paar leckere Sachen zu “gรคnggelen”.
Wir haben uns dann von Ron und Heidi verabschiedet und fuhren gen Norden in die Berge wo wir ruhigere Orte mit weniger Leuten erhofften. Leider fehlgeschlagen. Auf dem Campingplatz den ich ansteuerte hatte es gerade noch einen Platz, aber nur fรผr eine Nacht. Wir รผbernachten in Esparron-de-Verdon auf dem Campingplatz “Le Soleil” hoch รผber dem See “Le Verdon” mit Aussicht auf das gegenรผberliegende Stรคdtchen und auf den See.









Tag 31
Donnerstag, 29. Mai 2025


Saint-Julien-du-Verdon – Camping du Lac
Eigentlich wollten wir auf direktem Weg zum Lac de Sainte-Croix und dort auf den France-Passion-Stellplatz bei einer Lavendelfarm. Doch wir mussten einen Umweg รผber Grรฉoux-les-Bains unter die Rรคder nehmen, denn unser Fiatli hatte Durst und an den Seen und in den Tรคlern des Verdon gibt es nirgendwo Tankstellen. Der Weg fรผhrte dann durch viele Lavendelfelder bis zu der besagten Farm. Ein sehr schรถnes Gut mit einem tollen Stellplatz in einem Garten mit vielen Bรคumen. Aber eben, es war Auffahrt und somit die Farm und der Stellplatz geschlossen. Wir fuhren dann weiter dem See entlang, รผber den “La Palud-sur-Verdon” durch eindrรผckliche Schluchten und Passstrassen bis zum “Lac de Castillon”. Etwas erhรถht vor dem See gibt es einen schรถnen Stellplatz der Gemeinde Castellane. Wir drehten aber gerade wieder um, denn dort rannten mehrere Hunde frei im Gelรคnde herum und das mรผssen wir nun definitiv nicht haben. Weiter also, dem See entlang. An einigen markanten Punkten erkannte ich, dass ich hier schon mal durchgefahren bin. Diese Strecke fรผhrte dem ganzen See entlang. In “Saint-Julien-du-Verdon” sah ich einen Campingplatz auf dem ich auch schon mal gewesen bin. Wir fuhren hinein und hatten trotz des grossen Andranges wegen Auffahrt noch einen Platz erhalten. Mit einem Apรฉro (Oliven und Rosรฉwein ๐ – Catherine Wasser ๐คฎ) liessen wir es uns gut gehen.






Tag 32
Freitag, 30. Mai 2025

Pruniรจres – Camping Sunรชlia La Presquโile
Gegen Mittag fuhren wir weiter dem Lac de Castillon entlang bis nach Saint-Andrรฉ-les-Alpes. Dann รผber die Berge nach Digne-les-Bains. Weiter รผber Passstrassen zum Lac de Serre-Ponรงon, wo wir in Les Celliers eine Imkerei besuchen wollten. Es ist als Museum gestaltet. Das Museum kann man aber nicht ohne Begleitung und Erlรคuterung besuchen. Wir hatten festgestellt dass um 14 Uhr die Fรผhrung beginnt. Kurz vorher waren wir dort. Es warteten schon andere Besucher. Wie es halt so oft ist, wenn ich etwas finde und ansteuere, klappt es dann nicht. Auch hier, Sie รถffneten zwar genau um 14 Uhr, meldeten aber, dass der Imker heute nicht anwesend sei und deswegen das Museum und der Rundgang nicht besucht werden kann. Einzig der Shop war offen und so kauften wir uns wenigstens noch prรคmierten Honig. Wir fuhren dann dem See entlang bis zum “Camping Sunรชlia La Presquโile” wo wir dann Halt machten. Zwar sehr schรถn gelegen, direkt am See mit eigenem Strand und Bad und das konnte man bei 29 Grad Wรคrme schon brauchen, aber auch etwas teuer. Der Preis wurde dann relativiert, als wir unseren zugeordneten Platz anfuhren. Eine eigen Sanitรคranlage mit Dusche, WC und Abwaschmรถglichkeit, dazu einen eigenen Kรผhlschrank und Strom, das hatten wir bisher noch nie erlebt. Das heisst, heute wird (zum ersten Mal ๐) geduscht!






Tag 33
Samstag, 31. Mai 2025

Monestier-d’Ambel Le Mas – L’Auberge du Mas
Spรคte Abfahrt, Boulangerie gesucht und in Chorges gefunden, Baguettes und Croissant gekauft, weiter Richtung Norden gefahren bis zum Rastplatz “Air de covoiturage du Champsaur”. Endlich gab es etwas zu Essen. Ein schรถner Platz mit grandioser Aussicht in die umliegenden Berge die immer hรถher werden. Wir wollten รผber den Noyer-Pass. Da mussten wir kurz nach Les Barraques links abbiegen. Und dann ging es “obsi”. Eine sehr steile und schmale Bergstrasse schlรคngelte sich zuerst durch Wรคlder, dann an Felsen entlang bis zur Passhรถhe. Nichts fรผr Fahrgรคste mit Hรถhenangst. Auf 1664 Meter Hรถhe รถffnete sich ein tolles Panorama in die Tรคler und in die Alpen. Der Abstieg zum Lac du Sautet war dann etwas angenehmer, zwar nicht breiter aber keine steil abfallenden Felsen mehr.
Unser Ziel war die “L’Auberge du Mas”, ganz in der Nรคhe des Seeanfanges. Eine alte Mรผhle aus dem 17. Jh. wurde von einem Franzosen gekauft und eine hรผbsche “Absteige” und ein Restaurant daraus gemacht. Wir telefonierten vorher, weil es ein France-Passion-Mittglied ist und es fรผr die Mitglieder die Regel ist, dass man sich anmeldet und fragt ob es mรถglich sei, bei ihnen zu รผbernachten. Er bestรคtigte und wir bestellten uns fรผr den Abend zwei Plรคtze zum Nachtessen. Bei der Ankunft begrรผsste er uns in seinem Gartenrestaurant (mit Handschlag) und man spรผrte, dass man hier willkommen war. Gleich gab es auf seiner Terrasse ein Bierchen. Wir sollen etwa um 20 Uhr fรผr das Essen kommen, meldete er. Bevor wir dann zum Essen gingen, Spazierten wir durch einen romantischen Wald zum See hinunter. Dort lรคsst es sich gut schwimmen und “sรผnnelen”. Das Wasser, kalt, kalt, kalt, schliesslich fliesst gerade dort der Bergbach “Souloise” in den See. Es hatte aber ein paar harte Jungs die dort im See herumtobten.
Dann machten wir uns fรผr unser Diner bereit und betraten die romantische Gaststรคtte welche in einem ehemaligen Stall und Gewรถlberaum hergerichtet ist. Erstaunlicherweise waren keine Gรคste da und es war doch Samstag und seine Kรผche ist laut unserem France-Passion-Guide und laut Google sehr bekannt. Zudem hat das Ehepaar welches die Auberge fรผhrt noch Gรคste im Gรคstehaus. Dann brachte man uns einen Teller mit aufgeschnittenem Salami, so quasi als Apรฉro. Es gab keine Karte und es wurde auch nicht gefragt was wir essen wollen. Der Inhaber kocht einfach jeden Abend ein Menรผ, das kosten 28 Euro und fertig. Wir liessen uns also รผberraschen. Vorspeise; Terrine mit Salat (herrlich, hรคtte schon als Nachtessen gereicht), Hauptgang; Truthahnschinken aus dem Ofen, dazu frittierte Kartoffeln, gebackene Tomate mit Knoblauch und wunderbar gewรผrztes Fenchelgemรผse. Dazu einen passenden Rotwein aus der Provence, herrlich. Wir waren schon gespannt auf das Dessert; Tarte au citron meringuรฉe “wies im Bรผechli steit”. Zum Kaffe servierte der Wirt mir noch einen Schnaps aus der Gegend, grasgrรผn und nach Tannennadeln riechend aber recht sรผffig. Wir plauderten dann noch mit dem Wirt so gut es eben ging (franzรถsisch und englisch durcheinander), bevor wir bezahlten, uns bedankten und uns in unser Fahrzeug zurรผckzogen. Ein toller Abend.





















Tag 34
Sonntag, 1. Juni 2025

Saint Sorlin – Camping Le Domanine du Trappeur Savoie
Natรผrlich war es nicht einfach, den schรถnen und ruhigen Ort und die netten Gastgeber zu verlassen. Auch wenn wir sicher waren, dass wir noch einen Tag dort hรคtten bleiben dรผrfen, haben wir uns, auf Grund der Regeln von France-Passion, verabschiedet und sind weiter รผber zwei nรคchste Passe Richtung Norden gefahren.
รber den Col d’Ornon und den Col du Glandon. Es war uns fast ein wenig peinlich, denn es gab nur sehr selten ein Fahrzeug und noch seltener einen Camper. Dafรผr massenhaft Fahradfahrer die sich die steilen Hรคnge hoch strampelten und noch mehr Motorrรคder welche die kurvigen Strecken austesteten. Diese fuhren oft richtig gefรคhrlich schnell um die unรผbersichtlichen Kurven und schmalen Strassen. Aussicht natรผrlich immer รคusserst spektakulรคr, nicht zuletzt wegen des schรถnen Wetters. Auf der Passhรถhe รผberquerten wir die Grenze vom Dรฉpartement Isรจre zum Dรฉpartement Savoie. Ziel war ein Campingplatz im ersten Dorf im Abstieg des Passes. Ein kleiner schรถn gestalteter Platz mit Aussicht ins Tal und hinauf auf die verschneiten Berge.









Tag 35
Montag, 2. Juni 2025

Saint Sorlin (Zum Zweiten)
Eigentlich war ein Ruhetag eingeplant. Es wurde dann doch noch etwas aufregend, denn mit einem Kaffee und einem “Gipfeli” starteten wir den Tag bevor wir dann in Richtung Dorf marschierten. Nicht weit vom Platz entfernt, laut Google 11 Minuten zu Fuss, steil bergab, befindet sich ein kleiner Markt. Dort wollten wir das nรถtigste einkaufen. Trotz รffnungsangaben war da aber ein Schild mit den Betriebsferiendaten, das heisst, “wegen zu geschlossen”. Das kennen wir ja mittlerweile. Also nรคchsten Laden anpeilen. Der befindet sich am Ende des langen Dorfes. Weiter steil bergab. Der Weg wollte nicht enden und ich bekam trotz Hinunterlaufen Atemprobleme. Ich wunderte mich noch, denn anstrengend war es ja nicht, nur lang. Wir vergassen, dass wir ja auf 1700 Meter รผber Meer sind und nun war es klar, denn je hรถher die Lage desto schwieriger habe ich es mit dem Atmen. Nach gut einer halben Stunde waren wir beim Laden und siehe da, er hatte offen. Welch Wunder. Im Laden drin wurde mir dann schwindlig und ich รผberlegte, wie ich wohl wieder hoch hinauf zum Campingplatz kรคme. รV? Es gab einen Bus, der fรคhrt aber in der Zwischensaison nicht. Taxi? Gibt es im Dorf laut den Angaben im Tourismusbรผro nicht. Die nette Dame meinte, sie bringe uns mit ihrem Privatauto zurรผck. Es war ein Glรผck fรผr mich, denn ich hรคtte den Weg nicht ohne Probleme geschafft und zudem begann es noch gerade zu regnen. Natรผrlich gab ich der Dame ein gutes Trinkgeld. Sie wollte es partout nicht aber ich konnte mich durchsetzten. Ich war selten so froh im Camper zurรผck zu sein. Nun gab es noch etwas zu essen und einen Tee (!). Dann ging es endlich los mit dem Ruhetag.
Tag 36
Dienstag, 3. Juni 2025

Sixt-Fer-ร -Cheval – Aire Camping-Car
Da heute eine lรคngere Tour auf dem Programm stand, fuhren wir schon recht frรผh in Sorlin weg. Eigentlich mรผssten wir noch den Abwassertank leeren, das konnte man auf dem Campingplatz nicht, aber ich fand in einem App ganz in der Nรคhe eine Wohnmobilentsorgungsanlage. Ich hรคtte es wissen mรผssen, dass das nicht klappt, wenn ich etwas bewusst ansteuere. Genau dieser Platz war eine einzige Baustelle, also fuhren wir mit gut gefรผlltem Tank weiter mit Ziel Entraigues. Kaum ein paar hundert Meter gefahren, “Route Barrage”, es geht also gerade weiter mit improvisieren. รber die Route Panoramique umfuhren wir die Umleitung und erreichten nach einem steilen Abstieg Saint-Jean-de-Maurienne. Dann ging es recht zรผgig nordwรคrts bis Megรฉve, Combloux, Sallanches und Cluses. Erneut alles Gegenden wo wir noch nie waren. Fast auf der ganzen Strecke hรคtte man den Mont-Blanc sehen mรผssen, doch leider war er immer nebelverhangen. In Le Fresney bogen wir in ein Seitental in Richtung Samoรซns ab. Im kleinen รrtchen Sixt-Fer-ร -Cheval befindet sich neben dem Flรผsschen Le Giffre ein recht gemรผtlicher Wohnmobilstellplatz mit allem was man so benรถtigt. Ich plante eine Einkehr in einer Auberge welche Spezialitรคten aus Savoien anbietet. Kรถnnte es vielleicht sein, dass ich aufhรถre zu planen? Denn das Lokal und natรผrlich noch gerade das zweite welches es in diesem Ort gibt, haben heute geschlossen. Wir leerten also unseren Kรผhlschrank. Salat, Salat, Salat, etwas Brot, Kรคse und Salami.






Tag 37
Mittwoch, 4. Juni 2025

Parking de Solalex Bas
Beim Wegfahren wasserten am Stellplatz gerade einige Wildwassersportler in den Bergbach ein. Im Dorf kauften wir noch Brot und dann ging es Talabwรคrts. Unterwegs begegneten wir den Sportlern in Aktion. Via Col de Joux Plane nach Morzine, Saint-Jean-d’Aulps, Abondance, Chรขtel bis zur Grenze am Lac de Morgins. Alles Orte in denen wir noch nie waren. Praktisch auf der Grenzlinie an einem gemรผtlichen Plรคtzchen am See machten wir unseren obligaten Mittag, resp. “Zmorgehalt”. Von da aus reservierte ich รผber das Internet zwei Plรคtze in einem Restaurant in Solalex, oberhalb von Gryon. Dort, ganz hinten im Tal, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, gibt es einen schรถnen Wanderparkplatz wo man 24 Stunden fรผr 7 Fr. bleiben kann. 200 Meter weiter gibt es eine Alp mit zwei Restaurants. Da wir keine Antwort erhielten, wollten wir nach Ankunft ins Restaurant gehen und uns persรถnlich melden. Wollten, ging aber erst nicht, da eine ganze Herde Alpkรผhe (Rinder, Kรผhe, Kรคlber, verschiedene Rassen) auf dem Zugangsweg standen und ein anstรคndiges Brรผllkonzert (Muh-Konzert) veranstalteten. Eigentlich wollten wir zwischen hindurch gehen, trauten uns aber nicht. Auch einige Autos konnten kaum durchkommen. Etwas spรคter spazierten wir via Bachbett-Weg um die Herde herum. Wir konnten dann das Restaurant erreichen, bestellen und รผber den eigentlichen Weg zurรผck gehen, denn die Kรผhe sind die meisten verschwunden. Beim Fahrzeug angelangt, kam tatsรคchlich ein Fuchs um uns gute Nacht zu sagen. Er setzte sich vor den Camper und schaute sich um, bevor er wieder im Wรคldchen hinter uns verschwand. Jetzt sind wir gespannt, wie wir heute Abend zum Restaurant gelangen und was wir zurรผck in der Schweiz wieder auf den Teller bekommen.












Tag 38
Donnerstag, 5. Juni 2025

Letzte Etappe
Die Fahrt am letzten Tag unserer Korsika-Reise fรผhrte uns รผber Villars-Sur-Ollon und den Col de la Croix bis nach Les Diablerets.
รbrigens, gestern Abend gab es in der Alphรผtte vor allem Raclette vom Holzkohlengrill und Fondue. Beides hat uns aber gerade nicht so “gluschtet”. Wir bekamen dann ein schรถnes Rostbeaf mit Salat und Pommes. Es war aber sehr gemรผtlich neben dem lodernden Cheminรฉefeuer zu sitzen.
Weiter รผber den Col du Pillon und in Gsteig-Feutersoey konnten wir endlich “s’Bis wider chere” sprich, vom Franzรถsisch ins Berndeutsche wechseln, was uns definitiv besser liegt. Wir fuhren dann zu Linda nacht Thun und holten ein Instrument ab. Bei dieser Gelegenheit gingen wir mit Linda noch in unser altes VTH-Stammlokal, ins Rรถssli in Dรผrrenast, wo wir gemeinsam das Abendessen einnahmen, bevor es nach Herzogenbuchsee ging.
Nach 38 Tagen und 3198,32 Kilometer sind wir heil und mit vielen schรถnen Erinnerungen zuhause angekommen und ich freue mich schon auf ein nรคchstes Mal. Im Herbst solle es nach Portugal gehen. Ich bin gespannt.































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































